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Was ist Reform in der islamischen Welt?

Was Wissenschaftlicher Vortrag
Wann 11.12.2007
von 07:00 pm bis 09:00 pm
Wo BBAW, Einstein-Saal, Jaegerstr. 22/23, 10117 Berlin
Name Shahram Najafi
Contact Email
Kontakttelefon 030 203 70 537
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Möglichkeiten und Grenzen des Vergleichs religiöser Reformbewegung im subsaharischen Afrika


Wissenschaftlicher Vortrag von Prof. Dr. Roman Loimeier (Zentrum Moderner Orient)


Seit mehreren Jahrzehnten bereits interessieren sich die Geistes- und  Sozialwissenschaften für Reformprozesse in der islamischen Welt, häufig in der Erwartung, dass sich in (religiösen) Reformbemühungen grundlegende soziale, ökonomische und politische Veränderungen zeigen. Diese Veränderungen werden wiederum häufig mit gesellschaftlichen Prozessen in Verbindung gebracht, die mit Begriffen wie „Aufbruch“, „Aufklärung“, „Säkularisierung“ beschrieben werden, die im Westen in der Regel positiv besetzt sind und der Hoffnung Ausdruck verleihen, islamische Gesellschaften könnten sich selbst
aus den „Fesseln der Tradition“ befreien.
Im Vortrag zum Thema „Was ist Reform in der islamischen Welt?“ sollen nun weder fertige Antworten, noch eine Theorie religiöser Reformbewegungen vorgestellt werden, sondern die Möglichkeiten und Grenzen des Vergleichs solcher Reformbewegungen und zwar an Hand der Frage, unter welchen historischen Bedingungen religiöse Reformbewegungen ähnliche Orientierungen, Argumente und Strategien entwickeln, warum sich für Reformbewegungen gleicher religiöser Orientierung in unterschiedlichen Gesellschaften dann aber doch unterschiedliche zeitliche „take-offs“ ergeben. Letztendlich ist damit ein Plädoyer für die primäre Wirkmächtigkeit sozialer, ökonomischer und politischer Kräfte verbunden.


Roman Loimeier (geb. 1957) studierte Ethnologie, Religionswissenschaft, Soziologie und Islamwissenschaft an der Universität Freiburg, der School of Oriental and African Studies in London und der Universität Bayreuth. Er führte seit 1981 umfangreiche Forschungen in islamischen Gesellschaften Afrikas vor allem in Senegal, Nigeria, Tansania durch, die sich in zahlreichen Veröffentlichungen niedergeschlagen haben. Seit September 2006 ist er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Zentrum Modern Orient in Berlin.

 
Eine Kooperationsveranstaltung des Zentrum Moderner Orient und der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften

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