Schülerlabor Geisteswissenschaften
„Democracy First“ 2.0: Kultur- und Wissenschaftsdiplomatie im transatlantischen Verhältnis
Konfliktlinien der Künstlichen Intelligenz
Ein Podiumsgespräch mit Christiane Wendehorst, Olaf Dössel und Julian Nida-Rümelin, moderiert von Claudia Müller-Birn
Die unter dem emphatischen Sammelbegriff „Künstliche Intelligenz“ vereinten Technologien sind in kürzester Zeit in große Bereiche der Lebenswelt eingewandert. Von den großen Tech-Konzernen als Schritte auf dem Weg zu einer „Artificial General Intelligence“ vermarktet, die der gesamten Menschheit von Nutzen sein soll, eröffnen sie neue Chancen, lassen aber auch Konfliktlinien aufbrechen, die derzeit noch kaum reflektiert sind.
In einem interdisziplinären Podiumsgespräch diskutieren die Juristin Christiane Wendehorst (Präsidentin der philosophisch-historischen Klasse der Österreichischen Akademie der Wissenschaften), Akademiemitglied Olaf Dössel (Biomedizinische Technik) und Philosoph und Akademiemitglied Julian Nida-Rümelin unter anderem, welche Konfliktlinien durch die Breitennutzung von KI aufbrechen. Weiterhin wird ausgelotet, wie diesen zu begegnen ist, um KI nachhaltig und wertschöpfend in unser Handeln zu integrieren.
Das Gespräch wird moderiert von Claudia Müller-Birn, Professorin für Informatik an der FU Berlin.
Konfliktlinien der Künstlichen Intelligenz
Ein Podiumsgespräch mit Christiane Wendehorst, Olaf Dössel und Julian Nida-Rümelin, moderiert von Claudia Müller-Birn
Mittagssalon | „Berlin-Brandenburg: eine Fokusregion für Wasserkonflikte (und Lösungen) in Deutschland?
Ein Vortrag von Dörthe Tetzlaff, moderiert von Milena Rinck
Trockenperioden in der Region Berlin-Brandenburg nehmen in Dauer und Häufigkeit zu. Gleichzeitig sehen wir auch vermehrte Starkregen, vor allem in den Sommermonaten. Durch die Abnahme von Winterniederschlägen, erhöhte Temperaturen, die zu mehr Verdunstungsverlusten führen, und durch sinkendende Grundwasserspiegel bei gleichzeitigem erhöhten Wasserverbrauch durch die ansteigende Bevölkerung und Industrienutzungen ergeben sich zahlreiche Konflikte bei der Wasserversorgung in der Region.
Landwirt:innen erleben Ertragseinbußen, Bodenschäden und erschwerte betriebliche Planungsbedingungen. Die Forstwirtschaft leidet unter mehr Trockenstress, erhöhter Schädlingsanfälligkeit und Waldbrandgefahr. In der Stadt Berlin führt die Urbanisierung zu einer Umgestaltung und Versiegelung vieler Oberflächen und Änderung unterirdischer Strömungswege, wodurch die Grundwasserneubildungsraten sinken und die ausreichende Wasserversorgung von urbanen Grünflächen und Stadtbäumen schwierig wird. Gleichzeitig ist der Schutz vor Hochwasser und Überflutungen angesichts häufiger werdender Starkregenereignisse wichtiger denn je.
Ein Vortrag mit anschließendem Publikumsgespräch und Mittagessen mit Akademiemitglied Dörthe Tetzlaff (Leiterin der Abteilung Ökohydrologie und Biogeochemie des Leibniz-Instituts für Gewässerökologie und Binnenfischerei), moderiert von Milena Rinck (Wissenschaftliche Koordinatorin des Jahresthemas „Konflikte lösen!“ der BBAW).
Mittagssalon | „Berlin-Brandenburg: eine Fokusregion für Wasserkonflikte (und Lösungen) in Deutschland?“
Ein Vortrag von Dörthe Tetzlaff, moderiert von Milena Rinck
Filmreihe Screwball – Die Kunst des Konflikts
To Be or Not to Be / Sein oder Nichtsein
Fräulein! Eine Frage des Anstands: Höflichkeit und Anstand als Konfliktlösungsmechanismen
Ein Gespräch mit Gülay Çağlar und Horst Simon, moderiert von Jutta Allmendinger
Bei der Verhandlung von Konflikten stellt die Sprache ein zentrales Instrument dar, mittels dessen Probleme sowohl zugespitzt als auch entschärft werden können. Respekt und Höflichkeit, die sich in Form, Ton und Wortwahl niederschlagen können, haben folglich maßgeblichen Einfluss auf die Lösungsfindung in Konfliktsituationen.
Am Beispiel der historischen Debatte um die Anrede ‚‚Fräulein‘‘ wird in der Veranstaltung unter anderem die Kontinuität sprachlichen Wandels, hervorgerufen durch gesellschaftlichen und politischen Einfluss, thematisiert. In diesem Zuge soll auch die Frage reflektiert werden, wodurch der oftmals große Unmut – und damit das Bestehen auf ein Recht zur Unhöflichkeit – entsteht, wenn eine korrekte Anrede gefordert wird. Zugleich werden zentrale Kategorien und Begriffspaare des Themenfelds beleuchtet: Sprache und Denken, Sprache und Anstand sowie Sprache, Identität und soziale Wirklichkeit.
Ein Gespräch mit Gülay Çağlar (Mitglied des Beirats des Jahresthemas, Freie Universität Berlin) und Horst Simon (Freie Universität Berlin), moderiert von Jutta Allmendinger (Akademiemitglied).
Fräulein! Eine Frage des Anstands: Höflichkeit und Anstand als Konfliktlösungsmechanismen
Ein Gespräch mit Gülay Çağlar und Horst Simon, moderiert von Jutta Allmendinger
Salon Sophie Charlotte 2026
Akademievorlesung „Zerstören und Reparieren“
„Kann man die Vergangenheit reparieren“ mit Aleida Assmann
Die Lange Nacht der Wissenschaften 2025
Die Unendliche Konversation und das Jahresthema-Memo-Spiel
„Wilde Diplomatie“ - Konfliktlösung bei nichtmenschlichen Primaten
In ihrem Vortrag am 23. April 2025 stellte Julia Fischer (Vizepräsidentin der Akademie) im Einstein-Saal des Akademiegebäudes am Gendarmenmarkt verschiedene Formen des Konfliktmanagements bei Affen vor. Von besonderer Bedeutung sind „Versöhnungen“ – der Austausch positiver sozialer Signale, kurzer Berührungen, Umarmungen und soziale Fellpflege, die direkt nach einem Konflikt auftreten. Die Konfliktlösung bei Affen zielt in der Regel darauf ab, Beziehungen zwischen Tieren zu reparieren, da diese einen direkten und indirekten Überlebenswert haben. Die große Variation des Konfliktmanagements bei verschiedenen Arten zeigt aber auch, wie sehr das Verhalten nach Konflikten durch die Gesellschaftsform geprägt wird.
Zwischen Wissenschaft, Querdenkern und Lobbyisten: Die Klimakrise in der öffentlichen Debatte
Mittagssalon mit Akademiemitglied Stefan Rahmstorf (Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung) am 2. April 2025 im Einstein-Saal des Akademiegebäudes am Gendarmenmarkt.
Das Lösen von Konflikten, etwa über die Klimapolitik, erfordert zuerst, dass man sich über die grundlegenden Fakten einig ist. Zu diesem Zweck wurde bereits 1988 durch die Vereinten Nationen der sogenannte „Weltklimarat“ IPCC gegründet, dessen Berichte die wissenschaftliche Grundlage der Beschlüsse unter der Klimarahmenkonvention bilden.
Die Podiumsdiskussion "Kann Wissenschaft Konflikte lösen?" zum Nachhören
Welche Rolle kann die Wissenschaft bei der Bearbeitung gesellschaftlicher Konflikte spielen? Lorraine Daston (Akademiemitglied), Viola Priesemann (Die Junge Akademie) und Peter Strohschneider (LMU München) diskutierten die Möglichkeiten und Grenzen wissenschaftsbasierter Konfliktlösung. Moderiert wurde die Veranstaltung von Anita Traninger (Akademiemitglied und Sprecherin des Jahresthemas). Akademiepräsident Christoph Markschies eröffnete die Podiumsdiskussion am 12. Februar 2025 mit einem Grußwort. Hören Sie die komplette Podiumsdiskussion hier nach.
Podiumsdiskussion "Kann Wissenschaft Konflikte lösen?" - Grußwort des Akademiepräsidenten
Welche Rolle kann die Wissenschaft bei der Bearbeitung gesellschaftlicher Konflikte spielen? Lorraine Daston (Akademiemitglied), Viola Priesemann (Die Junge Akademie) und Peter Strohschneider (LMU München) diskutierten die Möglichkeiten und Grenzen wissenschaftsbasierter Konfliktlösung. Moderiert wurde die Veranstaltung von Anita Traninger (Akademiemitglied und Sprecherin des Jahresthemas). Akademiepräsident Christoph Markschies eröffnete die Podiumsdiskussion am 12. Februar 2025 mit einem Grußwort.
Konflikte lösen: Wie kann das gelingen?
Ein rbb radio3-Interview mit Anita Traninger
Im Gespräch mit rbb radio3 bespricht Anita Traninger (Akademiemitglied und Sprecherin des Jahresthemas) wie sich Konflikte lösen lassen und welche Rolle die Wissenschaft hat bei der Bearbeitung des Konfliktlösen.
Hören Sie das Interview hier.
Einsteintag 2024 - Festrede der Sprecherin des Jahresthemas 2025|26: Anita Traninger
Die Akademie lädt sehr herzlich in den Potsdamer Nikolaisaal zum Einsteintag ein, ihrer festlichen Jahresversammlung in Brandenburg. Im Zentrum steht das neue Jahresthema 2025|26 "Konflikte lösen!". In das neue Jahresthema wird die Sprecherin einleiten, die an der Berliner Freien Universität wirkende Romanistin Anita Traninger. Außerdem wird, wie in jedem Jahr, Neues aus dem Leben der Akademie durch den Präsidenten berichtet, eine Nachlese am Ende des Kant-Jubiläums-Jahres präsentiert und es werden Preise verliehen.